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PLEINFELD – Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erarbeiteten sich 41 Jugendfeuerwehrleute aus sieben Feuerwehren des Landkreis die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. Unter den strengen Augen des fünfköpfigen Schiedsrichterteams und des Abnahmeberechtigten der Deutschen Jugendfeuerwehr, Kreisbrandmeister und Kreisjugendfeuerwehrwart des Landkreis Roth, Matthias Hiltner, zeigten die Nachwuchsfeuerwehrleute ihr ganzes Können.

Hiltner, der als einer von insgesamt nur 30 Abnahmeberechtigten in ganz Bayern an den Sportpark in Pleinfeld gereist war, hatte nach dem Durchlauf der fünf Mannschaften viele lobende Worte für die Jugendlichen. Der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Friedrich Steinbauer aus Gräfensteinberg sprach den Prüflingen ebenfalls seine herzlichen Glückwünsche aus und bedankte sich darüber hinaus beim Organisator der Abnahme, Florian Riedl aus Ramsberg, für seinen Einsatz und bei der Gemeinde Pleinfeld für das zur Verfügung stellen des Sportgeländes. Die Freiwillige Feuerwehr Pleinfeld erhielt ein besonderes Lob für die hervorragende Ausrichtung der Veranstaltung. Darüber hinaus bedankten sich Kreisbrandrat Werner Kastner, der Stellvertreter des Landrats, Robert Westphal und der 2. Bürgermeister der Marktgemeinde Pleinfeld, Dr. Peter Herzner, vor allem bei den Jugendlichen für ihr hervorragendes Engagement. Sie stellten heraus, wie wichtig die Jugendlichen für den Fortbestand des Feuerwehr-Ehrenamtes seien. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels sei eine funktionierende Nachwuchsarbeit wichtig, um den Fortbestand der Freiwilligkeit innerhalb der Feuerwehr zu sichern. Sie beglückwünschten die Teilnehmer zum Erwerb dieses höchsten Leistungsabzeichens für Mitglieder der Deutschen Jugendfeuerwehr und wünschten ihnen auch weiterhin viel Freude bei der wichtigen Feuerwehrtätigkeit.

Für die wegen des hohen Vorbereitungsaufwandes seit drei Jahren erste Abnahme der Jugendleistungsspange hatten der Feuerwehrnachwuchs aus den Freiwilligen Feuerwehren Weißenburg, Pleinfeld, Wettelsheim, Cronheim, Gunzenhausen und Ramsberg im Schnitt mehr als zehn Übungsabende und unzählige sportliche Übungseinheiten investiert. Für das Bestehen der Prüfungen wird von den Jugendlichen eine fünffache Leistung gefordert: Neben dem feuerwehrtechnischen Wissen und Können werden die persönliche Haltung, das geschlossene Auftreten der Mannschaft, Schnelligkeit und Ausdauer, sowie die Körpergewandtheit bewertet. Nicht zuletzt zählen der Gesamteindruck und die Gemeinschaftsleistung der Gruppe bei den Disziplinen Kugelstoßen und Staffellauf , beim Aufbau eines Löschangriffes mit Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer, einer Schnelligkeitsübung, bei der die Prüflinge eine Schlauchstrecke möglichst genau und vorschriftsmäßig ausgelegen müssen, und bei Fragenbeantwortung. Hierbei geht es um ein breites Wissen aus verschiedenen Feuerwehrbereichen und Unfallverhütung, aber auch um Themen aus Gesellschaft und Jugendpolitik.

Nach Bestehen der Einzelaufgaben und Erreichen der erforderlichen Mindestpunktzahl erhalten die Teilnehmer die begehrte Auszeichnung im Auftrag des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes. Die Leistungsspange wird damit verliehen, wenn ein Jugendfeuerwehrmitglied in einer Gruppe in den fünf genannten Bereichen zeigt, dass sie oder er körperlich und geistig den Anforderungen gewachsen ist. Voraussetzung für die Abnahme der Leistungsspange ist die mindestens einjährige Zugehörigkeit zu einer Jugendfeuerwehrgruppe und ein bestimmtes Mindestalter. Diese Auszeichnung soll nach den Abnahmerichtlinien der Höhepunkt gegen Ende der Jugendfeuerwehrzeit sein, ehe der Weg für die jungen Leute Schritt für Schritt in den aktiven Feuerwehrdienst führt.